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Writer in Residence Programm

2024 haben der Salzburger Kunstverein und ocula.com gemeinsam ein bahnbrechendes Writer-in-Residence-Programm ins Leben gerufen, das speziell darauf ausgerichtet ist, das Schreiben über zeitgenössische Kunst zu fördern.

 

Diese einmonatige Residency bietet Autor:innen einen optimalen Rahmen, um ihre Projekte weiterzuentwickeln und sich intensiv mit der Kunstgemeinschaft in Salzburg zu vernetzen.

 

Die Teilnehmenden sind dazu aufgerufen, zwei Texte zu erstellen, die thematisch an das Programm des Salzburger Kunstvereins anschließen. Diese Beiträge werden nicht nur finanziell honoriert, sondern auch auf der Plattform von Ocula veröffentlicht. Damit tragen sie zum gemeinsamen Ziel beider Organisationen bei,  Spitzenleistungen in der zeitgenössischen Kunst und im Kunstjournalismus zu fördern.

 

Das Residency-Paket beinhaltet die Unterbringung in einem Studio-Apartment, ein Stipendium in Höhe von € 900, die Bereitstellung eines Fahrrads für die lokale Fortbewegung, Krankenversicherungsschutz, redaktionelles Mentoring durch das Ocula Magazin sowie zahlreiche Netzwerkmöglichkeiten.
 

Der offene Aufruf für unsere erstmalige Writer-in-Residence, konzipiert in Partnerschaft mit OCULA Magazine, bekam über 200 Bewerbungen aus aller Welt.

 

„Ich spreche für die Jury, wenn ich sage, dass wir von der schieren Menge an wirklich beeindruckenden Bewerber:innen überwältigt waren, was verdeutlicht, warum Programme wie dieses so notwendig sind“, so die Jurorin Kate Sutton.

 

Sutton ist eines von drei Jurymitgliedern, die die ersten Autor:innen für die Writer in Residence 2024 im Salzburger Kunstverein ausgewählt haben. Zur Jury gehörten auch Mirela Baciak, Direktorin des Salzburger Kunstvereins, und Anna Dickie, Redaktionsleiterin bei Ocula.

 

Das Programm unterstützt Kunstschreiber:innen aller Altersgruppen, indem es ihnen die Möglichkeit bietet, an ihren eigenen Projekten zu arbeiten. Die Residents sind außerdem eingeladen, zwei Texte zu verfassen, die mit dem Ausstellungs- und Performanceprogramm des Salzburger Kunstvereins in Resonanz stehen und auf Ocula veröffentlicht werden.

 

Zur Auswahl der Residents erläuterte Mirela Baciak: „Unter den Bewerber:innen hielten wir nach solchen Ausschau, deren Arbeit nicht nur ein Verständnis für zeitgenössische Kunst zeigt, sondern auch einen persönlichen Stil, der es ihnen ermöglicht, sich von den anderen abzuheben. Wir suchten nach Bewerber:innen, die die Fähigkeit zeigen, Verbindungen zwischen Kunst und den Dialogen/Diskursen, mit denen sie sich beschäftigt – sei es kulturell, politisch oder sozial – zu knüpfen und das Gespräch über die Grenzen der Museumsmauern hinaus zu erweitern. Ich bin sehr gespannt auf die Vielfalt der Ansätze zum Kunstschreiben unter den Writers-in-Residence 2024.“

 

Die Writers-in-Resience für 2024 sind:

 

Tristan Bera ist Autor, Forscher und kultureller Voyeur, dessen Praxis kritisches und fiktionales Schreiben, Kuratieren, Filmemachen und inszenierte Performances umfasst. Seine Schriften erschienen in Artpress, The Art Newspaper France und in Ausstellungskatalogen des Centre Pompidou Paris und Metz und vielen mehr.

 

John Alexis Balaguer ist ein in Manila ansässiger Kurator, Kritiker und Kulturarbeiter, der an der University of the Philippines Bildende Künste unterrichtet. Balaguer arbeitete als kuratorischer Forscher im Ayala Museum und als Galeriemanager bei Archivo 1984. Er gründete den Curare Art Space und verfasst kuratorische Texte für Manilas Kunstgalerien und Rezensionen für die Magazine Kanto und ArtAsiaPacific.

 

Alina Șerban ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Schriftstellerin. Sie gründete das Institute of the Present in Bukarest und das Verlagsprogramm P+4 Publications. Ihre Forschung konzentriert sich auf Themen, die sich mit Ausstellungsgeschichten und nichtlinearen Historiografien der ost-europäischen Nachkriegskunst beschäftigen.
 

Žanete Liekīte ist freie Kuratorin und Schriftstellerin, die mit Institutionen in den baltischen Staaten und im Ausland zusammenarbeitet, einschließlich des Kim? Contemporary Art Centre und der LOW Gallery in Riga sowie Smack Mellon in New York City. Sie trägt zu Satori und Echo Gone Wrong bei.

 

Valentin Diaconov ist Kritiker und Kurator. Er schreibt über den russischen Konstruktivismus und andere techno-utopische Bewegungen der 1910er und 20er Jahre sowie über die Glaubenssysteme, die verschiedenen künstlerischen Praktiken zugrunde liegen. Von 2016 bis 2022 arbeitete er als Kurator im Garage Museum of Contemporary Art in Moskau.


Die Residency wird durch die finanzielle Unterstützung des österreichischen Bundesministeriums für Kunst und Kultur (BMKÖS) ermöglicht.