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Großer Saal
07.03.2026 - 10.05.2026

Linda Lach

Linda Lach verwandelt den Großen Saal in das, was sie als „die große neutrale Materie“ bezeichnet – einen affektiven Raum, in dem die Wahrnehmung verschwimmt und Bedeutung zähflüssig wird. Unter milchigen, durchscheinenden Oberflächen fungieren kleine Objekte als „fehlgeschlagene Datenpunkte“, Fragmente, die sich der technologischen Klassifizierung entziehen.

Linda Lach (*1995, Warschau, PL) untersucht in ihrer künstlerischen Praxis Themen wie wiederkehrende Übertragungen und Intimität durch performative Skulpturen, Installationen, Videoarbeiten und Poesie, wobei sie Materialien wie Holz, Leder, Baumwolle, Plastik und menschliche Milch einsetzt. Ihre materiellen Gesten erweitern die Präsenz und die soziale Funktion von Skulptur und Performance, indem sie sich auf Atemporaliät, Selbstausbeutung und Akte der Brutalität konzentrieren, die jenseits unserer Kategorien von sicher und bedrohlich existieren. Angesichts der aktuellen politischen Gefährdung Osteuropas navigiert Lach in ihrer Praxis über die Oberfläche der fortlaufenden symbolischen Auflösung und beschäftigt sich mit der unvermeidlichen reaktionären Reterritorialisierung unserer Realität.

Bild: Linda Lach, Unable to Console Her (So Bought Her a Butterfly Hair Clip Instead), 2025, Muttermilch, Latex, Silikon, Baumwolle, Bandagen, Stahl, Nadeln, Seide, 150 x 75 x 80 cm, courtesy of the artist.