Zurück
  Termine
29.06.2024 | 11:00 Uhr

Smart Nursing: Säuglingspflege-Workshop, Podiumsdiskussion und Lecture-Performance von Liesel Burisch

Liesel Burisch, Gorilla Milk, 2021, Videostill, courtesy the artist

Von Juni bis August wird in der Performance-Reihe Smart Nursing der Wandel hin zur digitalen Pflege erforscht. Liesel Burisch, Ania Nowak und Anna Witt setzen sich mit Pflegepraktiken mit besonderem Augenmerk auf deren Auswirkungen in Österreich auseinander.

Liesel Burisch
How to Care Summit
Säuglingspflege-Workshop, Podiumsdiskussion und Lecture-Performance im Rahmen von Smart Nursing
In Auftrag gegeben und produziert vom Salzburger Kunstverein
29.06.2024  11:00-19:00


Programm:
11:00-13:30 Workshop
13:30-15:00 Mittagspause
15:00-18:00 Podiumsdiskussion & Lecture-Performance
18:00 Buchvorstellung

Der How to Care Summit von Liesel Burisch ist eine Veranstaltung, die unser Verständnis von Säuglingspflege durch einen umfassenden und inklusiven Ansatz vertiefen soll. Der Summit gliedert sich in drei verschiedene, aber miteinander verbundene Segmente und bietet einen ganzheitlichen Ansatz zum Verständnis und zur Verbesserung von Pflegedynamiken in verschiedenen Bereichen. Dabei werden sowohl theoretische als auch praktische Aspekte berücksichtigt.

Der How to Care Summit, der die Notwendigkeit der Inklusion betont, richtet sich ausdrücklich an alle, unabhängig von Geschlechtsidentität oder Pflegeerfahrung. Indem er die Bedeutung eines Platzes für jede:n hervorhebt, spricht der Gipfel potenzielle Vorurteile an und fördert eine unterstützende Atmosphäre für vielfältige Ausdrucksformen der Pflege.

11:00-13:30 Workshop für Säuglingspflege: Stillen für Alle
Der Summit beginnt mit einem Säuglingspflege-Workshop, der sich allen Aspekten rund um die Säuglingsernährung und -pflege widmet und speziell als geschützter Raum für Mitglieder der LGBTQI+ Community sowie deren Verbündete, Freunde und Familien (einschließlich älterer Geschwister und Kinder) konzipiert ist, um Wissen über effektive Pflegepraktiken zu erlernen und zu teilen. Dabei liegen neben den praktischen Aspekten auch die emotionalen und sozialen Dimensionen der Säuglingspflege im Fokus. Ziel des Workshops ist es, hochwertiges Pflegewissen zugänglich und erschwinglich zu machen und so den finanziellen Hürden entgegenzutreten, die oft mit formalen Schulungen in diesem Bereich verbunden sind.

Bitte beachten Sie, dass sich dieser Workshop an Mitglieder der LGBTQI+ Community sowie deren Verbündete, Freunde und Familien (einschließlich älterer Geschwister und Kinder) richtet.

Bitte melden Sie sich für den Säuglingspflege-Workshop an unter yenikler@salzburgerkunstverein.at.

Bitte informieren Sie uns, wenn Sie Einschränkungen, Herausforderungen oder besondere Bedürfnisse haben, damit der Workshop entsprechend angepasst werden kann.
Die Sprache des Pflegeworkshops ist Deutsch, wird aber für nicht Deutsch sprechende Teilnehmer ins Englische übersetzt.
Das Material wird sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch zur Verfügung gestellt. Der Kurs wird nicht dokumentiert oder aufgezeichnet.

13:30-15:00 Mittagspause
Die Mittagspause bietet den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und die Erkenntnisse des Vormittags zu diskutieren.

15:00-18:00 Podiumsdiskussion & Lecture-Performance
Am Nachmittag geht der Summit in eine hybride Form aus Podiumsdiskussion und einer anschließenden Lecture-Performance über. Dieser Teil möchte konventionelle Strukturen und die Wahrnehmung der Säuglingspflege herausfordern und neu zu gestalten. Liesel Burisch wird die Lecture-Performance halten, bei der sie persönliche Einblicke mit umfassenderen gesellschaftlichen Reflexionen verbinden. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie intime Öffentlichkeit (nach Lauren Berlant) einen Raum schafft, in dem sich Fremde aufgrund gemeinsamer Erfahrungen und Interessen zusammenfinden können. Diese öffentliche und für alle zugängliche Diskussion soll einen lebendigen, zugleich aber sensiblen Dialog über die Komplexitäten und Verletzlichkeiten der Säuglingspflege fördern.
Mit Liesel Burisch, Vera Beloshitzkaya (Horizon Europe Push*Back*Lash-Projekt & Universität Salzburg) und Dijana Simić (Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck). Moderiert von Mirela Baciak.

Stillen für Alle
18:00 Buchvorstellung

Der Tag endet mit der Vorstellung von Liesel Burischs Buch Stillen für Alle, das ein Manifest für gemeinschaftsbasierte Säuglingspflege darstellt. Diese Publikation beleuchtet, wie spezifische und detaillierte Diskussionen über Säuglingspflege und -ernährung breitere, universell nachvollziehbare Themen offenbaren.

Liesel Burisch (*1987, Kopenhagen, Dänemark) ist Künstler:in, Schriftsteller:in und Geburtsaktivist:in. Burisch’s Interesse gilt derzeit hybriden Zusammenkünften rund um Heilung und Feiern. Beeinflusst von ihrer Arbeit rund um Geburt und Wochenbett, erforscht Burisch die Rekonstruktion, Rekontextualisierung und Neuinterpretation von Ruhe als eine Form der kollektiven Heilung von Trauma und Entbehrung.

Vera Beloshitzkaya (sie/ihr) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Horizon Europe Push*Back*Lash-Projekts, das Akteure, Einstellungen, Agenden und Strategien untersucht, die sich gegen die Gleichstellung der Geschlechter und die Demokratie richten, und evidenzbasierte Strategien entwickelt, um diesem Pushback entgegenzuwirken. Beloshitzkaya ist auch leitende Forscherin im Rahmen ihres Frühkarrierestipendiums „Families as Guardians of Democracy“ an der Universität Salzburg. Sie untersucht, wie politische Parteien die Rechte und Interessen von Frauen und LGBTQI+ Menschen fördern und herausfordern. Sie untersucht auch, wie Familien und politisches Erbe politische und geschlechtsspezifische Haltungen prägen. Bevor sie an die Universität Salzburg kam, lehrte Beloshitzkaya an der Florida International University, FL, und war Dissertationsstipendiatin am Women‘s Studies Research Center der Brandeis University, MA. Ihre Forschungsergebnisse wurden in führenden Peer-Review-Journalen veröffentlicht.

Dijana Simić (sie/ihr) ist eine Innsbrucker Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, deren Forschung und Lehre sich transdisziplinär zwischen Gender Studies und Slawistik bewegen. In den letzten Jahren war sie Mitglied der amerikanistisch-slawistischen Affekt-Forschungsgruppe „Intimate Readings“ zwischen den Universitäten Graz und Erlangen-Nürnberg. Aus dieser Zusammenarbeit entstand der Sammelband „Affective Worldmaking. Narrative Counterpublics of Gender and Sexuality“ sowie die Miniserie „Gender, Affect, and Politics“ im freien Radio „Helsinki“ in Graz. Neben ihrer Tätigkeit als Wissenschaftlerin und Hochschullehrerin ist Dijana Simić auch Radiomacherin und Übersetzerin aus dem Bosnischen/Kroatischen/Montenegrinischen/Serbischen ins Deutsche.

Mit freundlicher Unterstützung von