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2018
 
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Termine Aktuell

22.08.2018
Veranstaltungen

20 Propositions
Sunset Kino

Mi, 22. August 2018, 21 Uhr
„Im Anfang war der Blick“ und „Mappamundi“ von Bady Minck
(Künstlerin anwesend)**

Im Anfang war der Blick
Stellen Sie sich ein Porträt Österreichs vor, wie es Jan Svankmajer und David Lynch vielleicht hervorbrächten: Dies gibt Ihnen eine Vorstellung von Bady Mincks fantastischem Filmwerk mit dem Titel Im Anfang war der Blick. Indem ein Schriftsteller Österreich anhand von Postkartenbildern untersucht, werden die Landschaften um den Erzberg und der Region Salzburg zu etwas, was zwischen Traum und Alptraum liegt. Die Worte auf den Rückseiten der Karten sickern in die Szenen, als würden sie geflüstert. Es sind schreckliche, schmerzhafte Texte, die von unbekannter Hand im Laufe der Zeit geschrieben wurden. Zwischen Bild und Text, Kultur und Landschaft entsteht eine Spannung. Im Anfang war der Blick war 2003 einer der Hauptfilme bei der Director’s Fortnight in Cannes. Es dauerte fünf Jahre, dieses cineastische UFO zu produzieren, das im Kern aus Hunderten von Postkarten besteht. Mal traumhafte Vision, mal politisch, philosophisch oder gar kulinarisch, ist der Film technisch vollkommen. Der umwerfende Ton und die visuelle Aufmachung sowie der hypnotisierende Schnitt stellen sicher, dass man sich keine Sekunde langweilt.

MappaMundi
Durch die Augen kosmischer Kartografen lädt MappaMundi das Publikum ein, eine stark geraffte Reise durch 950 Millionen Jahre Entwicklung auf der Erde zu unternehmen, durch 150.000 Jahre menschlicher Migration und 15.000 Jahre menschlicher Kartografie. Der Film visualisiert die kontinuierlichen Veränderungen, die in unserer Welt stattfinden – Veränderungen, die im Laufe eines einzelnen menschlichen Lebens nicht wahrnehmbar sind. MappaMundi ist ein Film über ein Weltbild, das wir seit Tausenden von Jahren immer wieder neu zeichnen. Mithilfe von über einhundert Weltkarten aus den vergangenen 15.000 Jahren wird die Entwicklung unseres Weltbilds von seinen Anfängen bis zur Gegenwart analysiert und in seiner ganzen Vielfalt illustriert.

** Teil von Earthly Mutations, kuratiert von Vanina Saracino

Earthly Mutations bietet eine Auswahl von Künstler_innenfilmen und performativen Filmvorführungen, die die Beziehung zwischen Natur und Technologie untersuchen – eine sich schnell wandelnde Entwicklung, die sich fortwährend in kinematischen Visionen widerspiegelt. Das Programm widmet sich diesem riesigen Themenkomplex aus der spezifischen Perspektive des wechselseitigen Einflusses von Science-Fiction-Bildern, künstlerischem Experimentieren und bahnbrechenden Technologien, die in der Kommunikation, im Film, bei Flugkörpern und der Erforschung des Weltalls zum Einsatz kommen. In den fünf Filmprogrammen, die teilweise von den Künstler_innen selbst vorgestellt werden, löst sich Earthly Mutations von einer menschlichen, von der Schwerkraft beherrschten Blickperspektive, um andere Arten des Sehens und Darstellens mit bewegten Bildern zu suchen. Die Serie ermahnt uns, wie rasend schnell der technische Fortschritt dabei ist, unsere Arten des Sehens, des Benehmens und der Kontaktaufnahme zu modifizieren. Dabei geht es auch um spekulative Narrative über die Zukunft unseres Lebens auf diesem Planeten – und darüber hinaus.

Im Anfang war der Blick

Im Anfang war der Blick
Foto: Courtesy of the artist

Im Anfang war der Blick