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2017
 
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30.03.2017
Veranstaltungen

A Painter’s Doubt: Vortrag von Kathrin Busch

Vortrag von Kathrin Busch, Philosophin,
Universität der Künste Berlin.


Der Zweifel der Schizos, neue Sensibilität und die Logik der Affizierung. Von Merleau-Ponty zu Deleuze und Guattari
Do, 30. März 2017, 19 Uhr


Cézannes Zweifel angesichts seiner Arbeit, seine Befangenheit im Umgang mit Menschen, seine Ungewissheit in der Malerei, all dies deute, so Merleau-Ponty in „Le doute de Cézanne“, auf eine schizoide Disposition hin, die freilich nicht gegen sein Werk spreche. Cézanne habe aufgrund seiner Nervenschwäche eine Kunstform entwickelt, die für alle gültig sei. Die Art, in der er die Wahrnehmung erkundet, die beständige Befragung aller scheinbaren Gewissheiten, führt zu einer neuen, malerischen Theorie der Empfindung, an deren Explikation die Phänomenologie sich versucht.

Der Vortrag möchte einige Aspekte des frühen Aufsatzes von Merleau-Ponty aufgreifen und eine Linie vom „Zweifel Cézannes“ zu neueren Ansätzen der französischen Ästhetik ziehen.

Kathrin Busch ist Professorin an der Universität der Künste in Berlin. Sie studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften in Hamburg und wurde mit einer Arbeit zu Jacques Derrida an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Danach war sie Juniorprofessorin an der Universität Lüneburg und lehrte bis 2010 als Professorin für Kulturtheorie an der Merz Akademie Stuttgart. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören neben der französischen Gegenwartsphilosophie und Ästhetik insbesondere Fragen der künstlerischen Forschung und Theorien der Passivität. Ausgewählte Veröffentlichungen: (Hg.), Andrea Winkler, Köln 2017; (Hg.), Anderes Wissen, München 2016; P – Passivität, Hamburg 2012; Geschicktes Geben. Aporien der Gabe bei Jacques Derrida, München 2004.

Im Rahmen der Ausstellung A Painter’s Doubt.



Foto: Kathrin Busch